hoftheater im Stemmerhof  Münchens neue Bühne

Mr. President First

Stück von Stefan Zimmermann

BESETZUNG 

INFO 

Premiere: 08.02.2022 

Max Volkert Martens
Edward Tishler

Katharina Pütter
Emely Harper

Lutz Bembenneck
Norman Craig

Angelika Auer
Olivia Sailor

Dirk Hermann
Peter Westham

Lesley Higl
Patricia Sanchez

Ein Milliardär gründet eine neue Partei und macht den einflussreichen Fernsehstar Edward Tishler zu ihrem Präsidentschaftskandidaten. Geschickt nutzt man die moderne Vielfalt der Medienkanäle, Tishlers Umfragewerte schnellen in die Höhe, die Partei feiert ihn. Als Tishler jedoch beginnt, seine streng vorgegebene Rolle zu verlassen, wendet sich das Blatt zugunsten des politischen Gegners. Schlimmer noch: Tishlers Freundin Emely trennt sich von ihm und wird zur Kandidatin der Gegenpartei. Während Tishler mehr und mehr an Werten und Zielen seiner Partei zu zweifeln beginnt, zeigt die von der Presse auf Schritt und Tritt begleitete Emely großes Potential und steigt in der Wählergunst. Tishler hingegen wird vom Verführer zum Verführten. Seine Lage scheint zunehmend ausweglos, zumal er ins Visier dunkler Mächte gerät.

Während einer TV-Reality-Show kommt es vor einem Millionenpublikum zu einem unerwarteten Zusammentreffen zwischen Edward und Emely…

Man muss nicht lange suchen, um die Steilvorlage für dieses Boulevardstück zu entdecken. Bei allem Dialogwitz, aller Situationskomik geht es hier nicht um simples Trump-Bashing, sondern um die Frage, wie sich die Spielregeln der politischen Willensbildung und auch -manipulation in Zeiten noch nie dagewesener Medienvielfalt verändern. Eine ebenso spannende wie unterhaltsame Auseinandersetzung mit dem Rechtspopulismus.

GALERIE 

REZENSIONEN 

HNA, 22. Oktober 2019 (Homberg)
Kräftiger Applaus – überzeugte mit Tragik und Komik

Dieses Stück hatte viele Bezüge zur Wirklichkeit: Das Stadttheater Homberg brachte […] mit dem Werk „Mr. President First“ eine ordentliche Portion Realität auf die Bühne. Genau da lag die Komik, aber auch die Tragik des Stücks, das die Besucher mit donnerndem Applaus belohnten. […] Die Rollen sind hochkarätig besetzt.

Vorarlberger Nachrichten, 03.10.2019 (Götzis)
Brillanter Auftakt mit topaktueller Realsatire – brisante Spannung in jeder Phase der Handlung

Ein markantes Ensemble deutscher Schauspieler wurde lange bejubelt, auch schon mit Szenenapplaus bei offener Bühne. Max Volkert Martens war ebenso populistisches Großmaul wie gebrochener Charakter am Schluss, große Klasse.
Stefan Zimmermann, der Autor […], sorgte für brisante Spannung in jeder Phase der Handlung.

Augsburger Allgemeine, 28.9.2019 (Nördlingen)
Zuschauer feiern die Darsteller mit einer Vielzahl von Vorhängen und minutenlangem Applaus

Dass „Mr. President First“ den 250 Besuchern […] einen ebenso vergnüglichen wie nachdenklichen Theaterabend bereitet, ist nicht zuletzt dem stark aufspielenden Ensemble zu verdanken. Die Zuschauer zeigen sich höchst angetan von dem trefflichen und kurzweiligen Polit-Spektakel und feiern die Darsteller mit einer Vielzahl von Vorhängen und minutenlangem Applaus.

Mit „Mr. President First“ wird eine treffliche Polit-Satire im Klösterle aufgeführt. So wird etwa das gesamte perfide Instrumentarium vorgeführt, wie politische Gegner diskreditiert („kaltgestellt“) werden können: Umfragen werden manipuliert, Profile frisiert und „unanständige Biografien“ lanciert. Natürlich ist dies alles satirisch überzeichnet, trotzdem sind die Botschaften in Zeiten von Social Media eindeutig: „Meinungshoheit“ schlägt Wahrheit, „Fake News“ und „Alternative Fakten“ übertrumpfen objektive Tatsachen („Wir machen die Nachrichten“).

 

Delmenhorster Kurier, 19.9.2019
Überzeugte auf allen Ebenen

Aktuell, aufklärend, äußerst spannend, nachdenklich machend und dabei hin und wieder auch Gelegenheit zum Schmunzeln – Theater in seiner schönsten Form präsentierte die Konzert- und Theaterdirektion dem Publikum am Mittwoch zum Auftakt der neuen Spielzeit im Stadttheater Kleines Haus. „Mr. President First“, gespielt vom Agon-Ensemble aus München, überzeugte auf allen Ebenen: inhaltlich, schauspielerisch, vom reduzierten, den Blick auf den Inhalt konzentrierenden Bühnenbild (Paul Lerchbaumer) bis hin zu den den Charakteren angepassten Kostümen (Monika Maria Cleres). […] Am Ende gab es sehr langen Applaus für ein ganz starkes Stück hochaktuellen politischen Theaters, das einen Blick hinter die Kulissen gewährte, der über den Abend hinauswirkt.

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