Vielen Zuschauern ist Fritz Scheuermann ein Begriff: Ob im Theater oder in TV-Serien wie “Dahoam is Dahoam” oder dem “Beischläfer”, immer wieder gibt er vielfarbigen Charakteren ein Gesicht und haucht ihnen Seele ein.
Unter der Regie von Marlene Beck spielt er den HERRN KARL, Helmut Qualtingers legendäre Wiener Kanaille.
Scheuermanns “Herr Karl” ist eigentlich kein Grantler des altproletarischen Formates mehr, sondern ein behutsam an die heutige Zeit angepasster Schlipsträger. Und damit suggeriert dieser KARL den sich stets durchlavierenden Anzugträger modernen Zuschnitts als Prototyp des immergültigen Spießers, sozusagen als Versuch einer Parallelverschiebung ins Heute.
Eingeführt wird dieser KARL durch Josef Mittermayer, der in der Figur eines Requisiteurs die Bühne für den Herrn Karl bereitet und dabei einen Bogen von der Vergangenheit in das heutige Hier und Jetzt unserer ebenso bewegten Zeit spannt.