hoftheater im Stemmerhof  Münchens neue Bühne

Gemeinsam ist Alzheimer schöner

Peter Turrinis Meisterwerk

Mit Peter Kremer und Angela Roy

Foto: Alvise Predieri
Peter Kremer
Foto: Stefan Zimmermann
Angela Roy
Foto: Thorsten Jander

INFO 

Premiere: MI 28.09.2022 
Besetzung
Peter Kremer

Er

Angela Roy

Sie

 

Johannes Pfeifer

Inszenierung

Paul Lerchbaumer

Bühne

Anna Determann

Kostüme

 

Schauspiel von Peter Turrini

Eine wunderbar heitere und leichte Liebesgeschichte.
Er und Sie haben ihr Leben miteinander verbracht. Jetzt sitzen sie in einer Seniorenresidenz. Sie erinnern sich an die Szenen Ihrer Ehe, oder vielmehr sie durchleben sie. Und es ist ganz erstaunlich viel präsent von einem bunten, erfüllten Leben. Glücksmomente, Verletzungen, Höhenflüge, Abgründe. Alles ein Augenblick. Auch wenn die beiden immer vergesslicher werden, einander Dinge vorwerfen, die sie gar nicht miteinander erlebt haben, weil sich die Erinnerung mehr und mehr verfälscht. Könnten diese zwei Alten noch einmal von vorne anfangen, sich schüchtern ineinander verlieben, als wären sie einander noch nie begegnet?

Peter Turrini hat sich diese Fragen gestellt und mit viel Liebe zu seinen Figuren und ebensoviel Humor ein Stück verfasst, dass als „Pretiose in Zeiten der Novitäten-Inflation“ (Kurier) gefeiert wird.

Man kann letztlich immer nur den Augenblick, den einen kurzen Moment, leben – so wie die beiden auf der Bühne.

Angela Roy und Peter Kremer machen dieses großartige Stück zu einem unvergesslichen Theatererlebnis.

GALERIE 

REZENSIONEN 

AZ München
Tanze Samba mit mir!
Angela Roy und Peter Kremer sind ein gutes Team, das sich die Bälle mit viel Charme zuspielt. … Mit viel Zuneigung, fast zärtlich, zeichnet der Kärntner [Peter Turrini] ein Paar am Ende seines Weges.
Das heißt nicht, dass es nicht auch um unerfüllte Sehnsüchte, Enttäuschungen und Kränkungen sowie Sex und Kapitalismus ginge. … Richtig Spaß macht das lateinamerikanische Tanzvergnügen mit zwei Rollstühlen, wenn sie ihm zuruft „Beim Samba muss man immer schön die Hüfte mitnehmen“. Turrinis sehr spezielles Happyend aber ist die völlige Auslöschung der Erinnerungen, denn es bietet die Chance eines Neubeginns. … Regisseur Johannes Pfeifer erzähl das sehr unaufgeregt und ohne sowohl den gefühligen Kitsch als auch die aggressive Bitterkeit zu bedienen, die hier lauern.
(Mathias Hejny, 30. September 2022)

Münchner Merkur
Zwischen Wortwitz und Bitterkeit.
Da werden sie reingerollt: zwei Greise in Rollstühlen, irgendwie gehören sie zusammen und auch wieder nicht. Am Lebensabend in der Seniorenresidenz „Herbstfreude“ erlöschen beim Ehepaar Helga und Johannes langsam Beweglichkeit, Antrieb und vor allem die Lichter der Erinnerung. …plötzlich springen diese beiden Alten – großartig: Angela Roy und Peter Kremer – aus ihrer Apathie. Sie knutschen, tanzen, flirten – der Anfang einer turbulenten Liebe. … In anderthalb Stunden werden die Zuschauer durch Erinnerungen an zwei bewegte, miteinander verknüpfte Leben geführt … Turrinis Komödie schwankt zwischen Wortwitz und Bitterkeit … Roy und Kremer führen dieses reduzierte Kammerstück mit Verve und Gefühl zu seinem versöhnlichen Ende. Herzlicher Applaus.
(Katrin Basaran, 30. September 2022)

tz München
Großartig: Angela Roy und Peter Kremer.
Das Kammerspiel voll Witz und Bitterkeit, lässt am Ende ahnen, warum sich das Paar einst fand.
(KBA, 30. September 2022)

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